Wissenswertes
zur
Universität Leipzig
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| Die Universität Leipzig ist über die
Grenzen des Freistaates Sachsen bekannt und aus mehreren Gründen für viele Studierende
aus der ganzen Welt attraktiv.
Aktuell sind an der Universität Leipzig rund 30.000 Studierende eingeschrieben, die aus über 100 verschiedenen Nationen stammen. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in den zahlreichen Studienrichtungen wider, die an der Universität angeboten werden.
Die Fakultäten umfassen unter anderem die Geisteswissenschaften, Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Rechtswissenschaften sowie die Naturwissenschaften. Besonders hervorzuheben ist die Medizinische Fakultät, die nicht nur eine der ältesten medizinischen Fakultäten Deutschlands ist, sondern auch für ihre exzellente Ausbildung und Forschung bekannt ist. |
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Foto: Das Neue Augusteum
Uni Gebäude am Augustusplatz |
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| Universitätsgebäude am Augustusplatz "Das neue Augusteum und das
Paulinum", architektonisch an die Pauliner Kirche angelehnt, sind heute Wahrzeichen der Großstadtuniversität in Leipzig. Ursprünglich wurde die Pauliner Kirche 1545 erbaut und war ein bedeutendes Wahrzeichen für die Universität und deren Studenten. Im Jahr 1968 wurde die Kirche jedoch im Zuge der DDR-Politik abgerissen, was in der Stadt Leipzig und darüber hinaus große Empörung hervorrief. Sie war ein Symbol für das geistige Leben und die akademische Tradition der Universität. Die heutige Architektur der Universität Leipzig, besonders die Neubauten und Umbauten auf dem Campus, orientiert sich teilweise an der Geschichte und den Erinnerungen an die Pauliner Kirche. Ein gutes Beispiel dafür ist das Universitätsgebäude am Augustusplatz, wo Elemente der barocken Architektur sowie Anspielungen auf die Pauliner Kirche integriert wurden. Es dient heute als Aula und Gottesdienstraum und ist sowohl für die Universität als auch für die Stadt ein kulturelles und religiöses Zentrum.
Mehr Infos zum Universitätsneubau
- Neues Augusteum |
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Adresse
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Universität Leipzig
Ritterstraße 26
04109 Leipzig |
Postfachadresse
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Postfach 100920
04009 Leipzig |
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| Viele Aspekte machen die Universität Leipzig für viele Studierende und Forschende zu einer attraktiven Wahl. |
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10 Gründe um in Leipzig zu studieren.
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1. Tradition und Geschichte der Uni
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| Die Universität Leipzig, gegründet im Jahr 1409, zählt zu den ältesten Universitäten Deutschlands und hat sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem bedeutenden Wissenschaftsstandort entwickelt.
Diese lange Tradition verleiht ihr ein gewisses Prestige und eine tiefe akademische
Kultur. Sie ist eng mit bedeutenden Persönlichkeiten wie Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller und Wilhelm Wundt verbunden.
Mehr zur Geschichte der Universität |
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2. Die Uni bietet ein breites Studienangebot
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| Die Uni Leipzig bietet eine breite Palette an
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Studiengängen, darunter viele internationale Programme und interdisziplinäre Studienmöglichkeiten. Die Fakultäten sind vielfältig, von Geistes- und Sozialwissenschaften über Naturwissenschaften bis hin zu Wirtschaft und Medizin.
Die Medizinische Fakultät der Universität Leipzig ist eng mit dem
Universitätsklinikum Leipzig verbunden, das als eines der größten und modernsten Krankenhäuser in Deutschland gilt. Hier haben Studierende die Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu sammeln und von renommierten Fachleuten zu lernen. Die Forschung an der Fakultät konzentriert sich auf verschiedene Bereiche, darunter Onkologie, Neurologie und Kardiologie, und trägt somit maßgeblich zur medizinischen Entwicklung bei.
Außeruniversitäre Einrichtungen und bekannte Hochschulen der Uni sind die AKAD Hochschule, Berufsakademie Leipzig Staatliche Studienakademie Leipzig, Europäische Wirtschafts- und Sprachenakademie, FOM Hochschule für Management und Ökonomie Studienort Leipzig, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Handelshochschule Leipzig HHL Leipzig Graduate School of Management, Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig, Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig HTWK, Hochschule für Telekommunikation Leipzig Deutsche Telekom AG und die
Leipzig School of
Media. |
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Foto: Uni Hörsaal 3 mit 486 Plätzen im Hörsaalgebäude am Augustusplatz |
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3. Exzellente Forschung in Leipzig
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Ein besonderes Merkmal der Universität Leipzig ist ihre Rolle als
Wissenschaftsstandort und einem Zentrum für Forschung und Innovation.
Leipzig hat eine starke Forschungsorientierung, insbesondere in Bereichen wie Künstliche Intelligenz, Umweltwissenschaften und Sozialforschung. Das „Leipzig Research Center for Early Child Development“,
die Leibniz-Gemeinschaft und das „Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften“ sind nur einige Beispiele für renommierte Einrichtungen, mit denen die Uni zusammenarbeitet.
Diese Zusammenarbeit fördert den interdisziplinären Austausch und ermöglicht es den Studierenden, an zukunftsweisenden Projekten teilzunehmen. |
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4. Internationalität
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| Die Universität hat zahlreiche Partnerschaften mit Universitäten und Forschungsinstitutionen weltweit. Für Studierende bedeutet das nicht nur ein internationales Umfeld, sondern auch viele Austauschmöglichkeiten, z. B. im Rahmen von Erasmus-Programmen oder internationalen Master-Programmen.
Die Universität Leipzig ist nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein Zentrum für kulturelle und wissenschaftliche Begegnungen. Mit ihrer langen Tradition, einer breiten Palette an Studienmöglichkeiten und einer dynamischen Forschungslandschaft ist sie eine hervorragende Wahl für Studierende, die auf der Suche nach einer inspirierenden akademischen Umgebung sind. |
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5. Moderne Infrastruktur
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| Die Universität hat in den letzten Jahren viel in ihre Infrastruktur investiert. Besonders hervorzuheben ist der Campus, der eine Mischung aus historischen Gebäuden und modernen Einrichtungen bietet. Es gibt auch eine große Zahl an Bibliotheken und Lernräumen, die Studierenden zur Verfügung stehen.
Die Universität Leipzig verfügt über eine Vielzahl wichtiger Gebäude und Einrichtungen, die das studentische Leben bereichern. Dazu gehört die Alte Aula, ein historisches Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, das nicht nur für akademische Zeremonien, sondern auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird. Die
Universitätsbibliothek, eine der größten Bibliotheken Deutschlands, bietet Zugang zu einem umfangreichen Bestand an Büchern, Zeitschriften und digitalen Medien und ist ein zentraler Ort für das Studium und die Forschung.
Zusätzlich beherbergt die Universität mehrere Museen und
Sammlungen, darunter das Ägyptisches Museum, Antikenmuseum, Botanischer Garten, Kustodie, Geologisch-paläontologische Sammlung, Lehrsammlung am Institut für Zoologie, Lehrsammlung Anatomie, Lehrsammlung Pathologie, Medizinhistorische Sammlung, Mineralogisch-petrographische Sammlung, Museum für Musikinstrumente, Sammlung Ur- und Frühgeschichte, Sondersammlungen der Universitätsbibliothek sowie die Veterinärmedizinhistorische Sammlung, die nicht nur der akademischen Lehre dienen, sondern auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich sind. Diese Museen bieten eine spannende Möglichkeit, das Wissen über verschiedene Kulturen und wissenschaftliche Disziplinen zu erweitern. |
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Foto: Universitätsbibliothek Leipzig |
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| Das Hauptgebäude Bibliotheca Albertina der Universitätsbibliothek Leipzig liegt in der Beethovenstraße im Musikerviertel und ist eine zentrale Einrichtung der Universität Leipzig. Sie ist eine der ältesten Bibliotheken Deutschlands und im Besitz von 4 Gutenberg-Bibeln auf
Pergament sowie von Teilen des Codex Sinaiticus, eines griechischen Bibel-Manuskriptes (Altes & Neues Testament) aus dem 4. Jahrhundert. |
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6. Zentrale Lage in Leipzig
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| Leipzig ist eine dynamische Großstadt, die für ihre hohe Lebensqualität bekannt ist. Die
sächsiche Messestadt ist vergleichsweise
preiswert, besonders im Vergleich zu größeren Metropolen wie Berlin, München, Hamburg, Köln
oder Frankfurt, was sie besonders für Studierende attraktiv macht. Leipzig hat ein lebendiges kulturelles Angebot, eine aufstrebende Musikszene und eine vielfältige Gastronomie.
Die Lebens- und Wohnsituation für Studierende in Leipzig ist insgesamt gut. Leipzig bietet eine Reihe von Studentenwohnheimen, die über das
Studentenwerk Leipzig organisiert werden. Die Mieten in den Wohnheimen sind in der Regel günstiger als auf dem freien Markt. Die Nachfrage ist deshalb sehr hoch, vor allem zu Beginn des Semesters, weshalb es ratsam ist, sich frühzeitig zu bewerben. Die Mietpreise für private
Mietwohnungen in Leipzig sind in den letzten Jahren gestiegen, aber
auch im Vergleich zu kleineren deutschen Studentenstädte wie Münster, Aachen, Gießen, Marburg, Göttingen oder Tübingen
noch relativ erschwinglich. Für eine 1-Zimmer-Wohnung im Stadtzentrum muss man mit Preisen zwischen 400 und 600 Euro rechnen. In Randgebieten oder Stadtteilen wie Plagwitz oder Lindenau können Wohnungen günstiger sein. Die Nachfrage nach WG-Zimmern in beliebten Stadtteilen wie der Südvorstadt, Connewitz ist hoch. Preise für ein WG-Zimmer liegen zwischen 300 und 500 Euro, je nach Lage und Ausstattung. |
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7. Gute Anbindung und Erreichbarkeit
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| Leipzig hat eine sehr gute Verkehrsanbindung. Die Stadt liegt im Herzen von Deutschland, was sie zu einem idealen Ausgangspunkt für Reisen innerhalb des Landes oder ins europäische Ausland macht. Der Leipziger Hauptbahnhof ist ein wichtiger Knotenpunkt für Züge, und der Flughafen ist ebenfalls gut erreichbar. |
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8. Starke Studierendenorganisationen
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| Die Universität bietet zahlreiche Möglichkeiten, sich in studentischen Organisationen, Projekten oder Initiativen zu engagieren. Das fördert das Gemeinschaftsgefühl und gibt den Studierenden die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten auch außerhalb des akademischen Rahmens weiterzuentwickeln.
Das Stundentenwerk Leipzig bietet Studierenden verschiedene Dienstleistungen wie günstige Wohnheime, Mensen und Cafeterien mit preiswerten Mahlzeiten, Beratung bei sozialen, finanziellen oder psychischen Problemen, Kinderbetreuung für Studierende mit Kindern, sowie Kultur- und Freizeitangebote. Es hilft außerdem bei Jobvermittlung und bietet finanzielle Unterstützung in Form von Darlehen oder Stipendien. Es ist eine zentrale Anlaufstelle für Studierende in Leipzig. |
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| Im Leipziger Universitätsmagazin erlebt man eine eine Entdeckungstour durch den Wissenschaftskosmos und das Hochschulleben unserer Universität. Das Uni Magazin informiert Studierende in den Rubriken Universum, Entdecken und Erforschen, Lehren und Lernen, KI Nutzung und die Künstliche Intelligenz im Uni-Kontext. Im Blog veröffentlichen Hochschulangehörige eigene Beiträge. Eine Themenwelt so bunt und vielfältig wie die Universität selbst. Es kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Mitarbeitende, Studierende zu Wort. |
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9. Attraktive Studiengebühren
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| Die Uni Leipzig erhebt keine Studiengebühren für EU-Bürger, was die finanzielle Belastung für Studierende deutlich verringert. Die Studiengebühren für internationale Studierende sind ebenfalls im Vergleich zu anderen deutschen Universitäten moderat. |
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10. Zukunftsorientierte Innovationsförderung
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| Die Uni Leipzig ist sehr zukunftsorientiert und hat sich in den letzten Jahren als „Gründer-Uni“ positioniert, die Innovationen und Start-ups fördert. Es gibt viele Programme zur Unterstützung von Gründer
und Gründerinnen und zur Förderung von Forschungs- und Technologietransfer.
Uni-Leipzig beherbert folgende Fakultäten: Theologische Fakultät, Juristenfakultät, Fakultät für Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften, Philologische Fakultät, Erziehungswissenschaftliche Fakultät, Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Sportwissenschaftliche Fakultät, Medizinische Fakultät,
Fakultät für Mathematik und Informatik, Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie, Fakultät für Physik und Geowissenschaften und die Fakultät für Chemie und Mineralogie.
Der Wortschatz Leipzig ist ein Online-Projekt der Universität Leipzig, das umfangreiche Daten zu Wörtern und deren Gebrauch in der deutschen Sprache bietet. Es stellt eine Wortschatz-Datenbank zur Verfügung, die Informationen über Häufigkeit, Bedeutung und Verwendung von Wörtern enthält. Nutzer können dort Wörter nachschlagen und ihre linguistische Analyse einsehen, z. B. zu Wortarten, regionaler Verbreitung oder historischen Entwicklungen. Es ist eine wertvolle Ressource für Sprachforschung und Linguistik. |
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Foto: Leibnitz Denkmal am Uni-Riesen Leipzig |
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Die 600 jährige Geschichte der Universität Leipzig
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An der Prager Karls-Universität waren die Stimmrechte der Universitäts-Nationen verändert worden und es gab Spannungen zwischen traditionellen und hussitisch eingestellten Theologen. Nach Meinungsverschiedenheiten an der Universität in Prag zogen 1409 viele der deutschen Lehrkräfte und Studenten nach Leipzig, um die Artistenfakultät. die spätere Philosophische Fakultät zu gründen.
Die Universität bekam von der Stadt Leipzig und von den Landesherren mehrere Gebäude gestellt.
Noch im selben Jahr wird das "Studium generale" durch den Papst Alexander V. verkündet.
1415 wurde die medizinische, 1446 die juristische Fakultät gegründet.
1543 wurde die Universität mit der Übernahme des ehemaligen Dominikanerklosters mit der ehemaligen Klosterkirche St. Pauli stark erweitert. 2 Jahre später wird diese durch Martin Luther als Universitätskirche geweiht.
In den folgenden Zeit entwickelt sich die Einrichtung kontinuierlich weiter und ist zeitweise die größte Universität Deutschlands. Neue Fakultäten und Professuren werden eingerichtet.
1725 begann Johann Christoph Gottsched als Privatdozent, der spätere Rektor und Professor für Poesie spielte eine wichtige Rolle in der Geschichte der Universität.
Persönlichkeiten wie Lessing, Klopstock und Goethe zog es nach Leipzig.
1836 wurde das neue Gebäude "Augusteum" nach Zeichnungen Karl Friedrich Schinkels eingeweiht.
Zur Märzrevolution beteiligten sich Professoren auch Studenten an Demonstrationen und Barrikadenbau.
1891 wurde die neue Universitätsbibliothek "Bibliotheca Albertina" eingeweiht.
1894 - 1896 studierten Edith Hamilton und ihre Schwester Alice Hamilton in Deutschland an der Universität Leipzig und später an der Universität München. Sie waren dort jeweils die ersten weiblichen Studenten.Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts prägte die rechts-konservative Einstellung vieler Studenten und Professoren. Zur Novemberrevolution entfernten Studenten auf Anordnung des Rektors rote Flaggen auf dem Hauptgebäude und hissten die Fahne des Adelshauses der Wettiner.
Auch während des Kapp-Putsches besetzten ein studentisches Freiwilligenregiment die Innenstadt und schossen auf Putschgegner. Im Jahre 1931 gewann der Nationalsozialistische Studentenbund (NSDStB) die Wahlen zum Allgemeinen Studentenausschuss, 1933 unterschrieben über 100 Professoren einen Aufruf zur Wahl Adolf Hitlers. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges gehörte die Uni zu den vier "großdeutschen" Universitäten die jetzt noch unterrichten dürfen.
Zu Kriegsende waren 60% aller Gebäude und 70% aller Bücher verbrannt. Im Februar 1946 wurde die Universität wiedereröffnet. Im Jahre 1953 wurde die Universität in "Karl-Marx-Universität" umbenannt.
1968 werden das kriegsbeschädigte "Augusteum" und die unversehrte "Paulinerkirche" gesprengt, um Platz für eine Neubebauung von 1973 bis 1978 zu machen. Als neues Leipziger Wahrzeichen wird das Uni-Hochhaus errichtet.
Seit der deutschen Wiedervereinigung im Jahre 1990 befindet sich die Universität im stetigen Umbau.
Durch den Verkauf des Uni-Hochhauses an einen privaten Nutzer hat ein Großteil der Fakultäten neue Gebäude bezogen, die sich auf mehrere Standorte in der Stadt Leipzig verteilen. Heute ist die Uni eine der großen sächsischen Universitäten mit Weltgeltung, es studieren über 30.000
Studenten an der Universität Leipzig.
Im historischen Zentrum der Universität am Augustusplatz befindet sich neben Hörsaal- und Seminargebäude nur noch eine Fakultät. Die alte Universitätsbibliothek, nach Krieg und DDR zur Ruine verfallen,
wurde ebenfalls saniert. |
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Foto: Ehemalige Karl-Marx-Universität Leipzig im Jahre
2004 |
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Der Universitätskomplex Augustusplatz Neubau
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Bis 2009 zum 600jähriges Jubiläum der Uni sollte der innerstädtische Campus neu gestaltet sein. Der Umbau war sehr umstritten, da ein Interessenverband mit teilweiser Unterstützung der Landesregierung, gegen den Widerstand der Universitätsführung und des größten Teils der Studenten und der Leipziger Bevölkerung den Wiederaufbau des Augusteums und der Paulinerkirche wollte. Diese Streitigkeiten führten Anfang 2003 dann zum Eklat. Rektor Bigl und die Prorektoren traten aus Protest gegen die Landesregierung zurück.
Am 24.03.2004 entschied sich eine Jury für den Entwurf des niederländischen Architekten Erick van Egeraat.
Die Umbauarbeiten, die insgesamt 104,2 Millionen Euro kosten sollten, begannen 2004 mit dem Bau der Mensa.
Uni Leipzig Abriss und Umbau: Anfang 2007 musste der aus den 70er Jahren stammende Universitätsbau am Augustusplatz einem neuen Campus weichen. Stehen bleiben werden nur drei Viertel des Seminargebäudes, die saniert und somit zur Basis werden für einen modernen Universitätsbau, der neuen Raum zum Lehren und Lernen schafft.
→ Historische
Bilder vom Augustusplatz
→ Fotos
Augustusplatz mit neuen Uni Campus
Das Neue Augusteum ist das Hauptgebäude der Universität und
beheimatet das Auditorium Maximum, den Haupthörsaal, mit 800 Sitzplätzen. Daneben
haben im Gebäude die Fakultät für Mathematik und Informatik, universitäre Büroräume, eine Galerie sowie die neue Dolmetschertrainingsanlage des Instituts für Angewandte Linguistik und Translatologie ihren Platz. Das Hörsaalgebäude bildet den Kern des Universitätscampus. Hier befinden sich
21 kleine, mittlere und große Hörsäle, das Universitäts-Rechenzentrum sowie die neue Zweigstelle der Universitätsbibliothek, die 24 Stunden am Tag geöffnet ist. Das Gebäude wurde aufwändig saniert und 2009 an die Universität übergeben.
Eröffnung Neues Augusteum - Am 2. Dezember 2011 wurde das Neue Augusteum der Universität Leipzig erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es soll etappenweise im Sommersemester 2012 durch die Universität Leipzig übernommen und in Betrieb genommen werden. So stehe ab Mai das Universitätsrechenzentrum in der ersten und zweiten Etage für die Studenten zur Verfügung. Das Foyer, die Haupteingänge und das Auditorium Maximum werden nur für bestimmte Veranstaltungen geöffnet. Ursprünglich war eine Investitionssumme von 120 Millionen Euro genannt worden, zuletzt bekannt gewordene Schätzungen gingen bereits von 190 Millionen Euro aus. Fest geplante Ereignisse, die erstmals im Neuen Augusteum begangen werden, sind der Gedenktag an die Sprengung der Leipziger Universitätskirche am 30. Mai sowie
jährlich die Lange Nacht der Wissenschaften. |
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Foto: Neuer Universität Campus im Jahre
2015 |
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