220.000 bis 150.000
Jahre v.u.Z.
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Die Urzeit Funde im Süden von Leipzig
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Bild: Steinzeit Funde in Markkleeberg bei Leipzig |
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In der Leipziger Tieflandsbucht waren nach neuesten
archäologischen Funden bei Markkleeberg bereits in der
Altsteinzeit (Paläolithikum) Urmenschen (Homo Heidelbergensi) in der damaligen
eiszeitlichen Kältesteppe heimisch.
Es wurden bei archäologischen Ausgrabungen zwischen 1999 und 2001 direkt am Ufer
vom neuen Markkleeberger See verschiedene Werkzeuge von Jägern
und Sammlern, wie z.B. Faustkeile und Steinartefakte aus Feuerstein
gefunden. Die Feuersteinartefakte von Markkleeberg sind somit die Hinterlassenschaften der ersten Sachsen.
Damit gehört Markkleeberg zu den bedeutendsten Fundplätzen der Altsteinzeit in Europa. Ein Großteil dieser Funde befindet sich heute in der Sammlung des Naturkundemuseums. |
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7.500 v.u.Z.
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Erste nachweisbare Besiedlung von sesshaften Bauern im Neolithikum (Jungsteinzeit)
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Bild: Jäger
und Bauern in der Jungsteinzeit |
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| Die ältesten Hinweise auf die Besiedlung des heutigen Leipziger Stadtgebiets datieren aus der Jungsteinzeit. Es gibt reichlich Spuren von Besiedelungen in der Jungsteinzeit im Leipziger Gebiet zwischen Elster, Pleiße und
Parthe. Leipzig gilt neben Dresden-Mokritz, Salbitz und Zwenkau zu den
wenigen Orten in Sachsen welche nachweislich bereits in der
Jungsteinzeit von sesshaft niedergelassenen Bauern besiedelt war.
Archäologische Ausgrabungen am Thomaskirchhof in der Leipziger
Innenstadt brachten Reste eines steinzeitlichen bäuerlichen Langhauses
sowie verschiedene Gefäße mit ältesten Linien-Bandkeramiken ans
Tageslicht. |
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5.500 v.u.Z.
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Ausgrabungen von Langhäusern der Bandkeramiker
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Bild: Steinzeit Bandkeramiker Langhaus |
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| Bei Grabungen auf dem Flughafengelände in Leipzig
Schkeuditz haben Archäologen die Überreste einer menschlichen
Siedlung mit 8 bis zu 30 Meter langen Gebäuden entdeckt. Man fand
eine der größten Grabstätten der Jungsteinzeit (Neolithikum) in
Mitteldeutschland, mit Gräbern und Skeletten aus der Zeit von
5.300 bis 5.200 vor unserer Zeitrechnung. |
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2.200 bis 1.200 v.u.Z.
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Funde im Gräberfeld in Connewitz aus der
älteren Bronzezeit
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Bild: Amphore aus dem Gräberfeld Connewitz |
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Die aus dem Vorderen Orient stammenden Technologie zur Herstellung von Werkzeugen, Waffen,
Haushaltsgegenständen und Schmuck aus Bronze (Zinn–Kupfer–Legierung)
gab dieser Epoche der Menschheitsgeschichte ihren Namen. Aus dieser
Zeit um 1.600 v. Chr. stammt auch die berühmte Himmelsscheibe von
Nebra, welche 55 km westlich von Leipzig gefunden wurde. Aus der Zeit um 1.200 vor Christus wurde in einem Gräberfeld im Leipziger Stadtteil Connewitz eine Amphore der
"Lausitzer Kultur" ausgegraben. Die Menschen der Lausitzer Kultur besiedelten ein großes Gebiet von der Elbe
und Saale bis östlich der Weichsel im heutigen Polen und von der Ostsee bis
weit in die Slowakei. |
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1.200 v.u.Z.
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Jüngere Bronzezeit - Elbgermanische Stämme siedeln im heutigen Leipziger
Stadtgebiet
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Bild: Krieger und Handwerker in der Bronzezeit |
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In der geschichtlich jüngeren Bronzezeit bewohnen Angehörige der bronzezeitlichen Lausitzer Kultur
das von
Hochwasser geschützte Gebiet des späteren Matthäi-Kirchhofes.
Verschiedene elbgermanische Funde aus dem Zeitraum der Völkerwanderung im
Gebiet von Leipzig werden als Hinterlassenschaften des sübischen Stammes der Hermunduren
eingeordnet.
Bronzezeitliche Urnen wurden auf den Geländen des Südfriedhofes und des ehemaligen Dominikaner-Klosters gefunden.
Die Leipziger Tieflandsbucht war während der Eisenzeit (750 v. Chr. – Chr. Geb.)
ein Handelsgebiet zwischen Kelten und Germanen, für Völker der Jastorf–Kultur im Norden und den Trägern der keltischen Latène–Kultur im Süden.
Bis 531
nach Christi gehörte die Gegend um Leipzig zum Thüringer Königreich. |
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1. bis 4. Jahrhundert
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Römer kennen die Stadt Aregelia - Römische Kaiserzeit und
die Völkerwanderung
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| Die Zeit von Christi Geburt bis 375 n. Chr. wird in den an das Imperium Romanum angrenzenden
Gebieten als Römische Kaiserzeit bezeichnet. Unter der
Völkerwanderung versteht man die
Wanderbewegung germanischer Volksgruppen im Zeitraum von 375 n. Chr. bis um
etwa 600.
Im Leipziger Raum sind aus dieser Epoche nur wenige Fundstellen bekannt.
Zu dieser Zeit siedelten hier verschiedene elbgermanische Stämme wie die
Hermunduren. |
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| Aregelia: Muss Leipzigs
Geschichte neu geschrieben werden? |
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In der Antike, im 2. Jahrhundert nach Christi entstand im
römischen Reich der Ptolemäus Atlas der Ökumene. Roms
Gelehrter, Mathematiker und Astronom Claudius Ptolemäus aus
Alexandria in Ägypten zeichnete mit Unterstützung von Landvermessern der
römischen Armee
in Germanien die Landkarte von „Magna
Germania“ (Großgermanien). Das präzise Kartenwerk
enthält geografische Angaben vieler Gebirge, Flüsse, Inseln
und von 94 Städten auf dem Gebiet Germaniens. Ptolemäus
erwähnt dabei auch die Siedlung „Aregelia“
als eine bedeutende Stadt. Laut einem wissenschaftlichen
Forscherteam aus einer Reihe von Altphilologen,
Mathematikhistoriker und Erdvermesser vom Institut für Geodäsie der Technischen Universität Berlin
soll die Stadt Aregelia geografisch exakt auf dem Gebiet von
Leipzig gelegen haben. siehe Karte
Quelle: Spiegel.de |
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5. bis 6. Jahrhundert
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Slawenvölker
besiedeln den Raum Leipzig
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Bild: Germanische Krieger
kehren siegreich heim. |
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| Bis zum Jahre 531 gehörte der Raum um Leipzig zum damaligen Königreich der Thüringer. Nach
einer Niederlage gegen die Franken verließen viele Thüringer die Region zwischen Saale, Elbe und Mulde. Um etwa 600 n. Chr. besiedelten
böhmische Slawen das Gebiet. Im Jahr 631 ist durch den burgundischen Chronisten Fredegar die Anwesenheit des Sorbenvolkes
bei Leipzig schriftlich
belegt. Die Region um Leipzig nannten diese "Chutici". |
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7. bis 9. Jahrhundert
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Die Slawensiedlung Libzi entsteht
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Bild: Typische Slawensiedlung in Ostelbien |
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Jahrhunderte lang ist der mitteldeutsche Raum nun Durchzugsgebiet für
wandernde Germanenvölker gewesen. Seit dem 6. Jahrhundert dringen aber vornehmlich Slawen in von Germanen
verlassene Siedlungsgebiete rund um Leipzig. In der Nähe des Zusammenflusses von Elster und
Parthe nennen die Slawen eine dörfliche slawische Ansiedlung "Lipzi".
Es ist altsorbisches
Wort (Lipa) für Linde. Der geschichtliche Ursprung des Namens
"Leipzig". |
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Im Jahr 930
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Die Burg
Urb-Lipsi wird errichtet und Mitteldeutschland christianisiert
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Bild: Burgenbau im Mittelalter |
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Die Unterwerfung der slawischen Bauern während der Ostexpansion erfolgt
unter König Heinrich I
durch deutsche Feudalherren. Jetzt erfolgt die Gebietssicherung durch Burgenbau.
Aufbau eines deutschen Burgennetzes (Burgwarde) im gesicherten Sorbenland; im östl. Saalevorland: Schkeuditz, Zweimen, Schkölen, Zwenkau, Lößnig, Magdeborn, Eilenburg, Taucha, Püchau, Wurzen, Pausitz, Nerchau, Döben, Tibuzin (Rötha – Borna), Kohren, Altenburg, Zeitz
und Leipzig. 929 erfolgt die Errichtung der Burg Meißen. Bau der deutschen Burg
„urb Lipzi“ durch deutsche Bauern und Handwerker mit christlicher
Mission.
Kirchlich gehörte Leipzig zum im Jahre 968 gegründeten Bistum Merseburg, herrschaftlich zur Markgrafschaft Meißen. |
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Im Jahr 1015
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Libzi entwickelt
sich zur Handwerker und Kaufmannssiedlung
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In schriftlichen Quellen findet man Leipzig erstmals 1015, als
der Bischof Thietmar von Merseburg in seiner Chronik vermerkt,
der Bischof
Eid von Merseburg sei "in urbe Libzi" verstorben (urbs = Burgsiedlung).
Bischof
Thietmar erwähnt weiterhin im Jahre 1017 das Vorhandensein einer
christlichen Kirche in Leipzig. Im Gebiet des Brühls und der Reichstraße wird im Umfeld der Burg
eine Kaufmanns- und Handwerkersiedlung errichtet. Denn genau
hier kreuzten die von Skandinavien nach Italien und von Spanien nach Russland führenden
zwei wichtigen Handelsstraßen "Via regia", die Königs- oder Hohe Straße und die
"Via imperii", die Reichsstraße. |
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Im Jahr 1165
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Die Stadtgründung von Leipzig - die Nikolaikirche wird
geweiht
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Bild: Stadtbrief um 1165 |
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Leipzig wird Stadt! Doch die historische Stadturkunde enthält kein
konkretes Datum. Als Gründungsjahr der Stadt Leipzig gilt das Jahr 1165.
In diesen Jahr erteilte der Markgraf Otto der Reiche von Meißen dem Ort an der Kreuzung der Via Regia mit der Via Imperii
das Stadtrecht und das Marktprivileg. Erste Erwähnung
des Leipziger Jahrmarktes.
Es beginnt eine Periode der mittelalterlichen Kirchen- und Klosterbauten in der
Stadt.
Die Nikolaikirche wird geweiht.
Leipzig hatte
damals etwa 500
Einwohner. |
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Im Jahr 1190
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Der Handelsplatz Leipzig bekommt
Marktrechte vom Markgraf Albrecht
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Markgraf Albrecht von Meißen bestätigt die beiden Jahrmärkte, den
Jubilatemarkt und den Michaelismarkt.
In einem Umkreis von einer sächsischen Meile (etwa 15,39 km) um die Stadt Leipzig herum durfte kein schädlicher Markt abgehalten werden. |
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Im Jahr 1212
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Die Thomaskirche
wird errichtet - die erste kulturelle und künstlerische Blüte in Leipzig
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Im Jahre 1212 erfolgte der Bau der Thomaskirche
und die Gründung des Augustiner-Chorherrenstifts St. Thomas. Unter dem Dach der Kirchen, Klöster und Stifte kam es
zu einer ersten kulturellen und künstlerischen Blüte in Leipzig.
Auch die Tradition des weltberühmten Thomanerchors geht auf das 1212 gegründete
Augustiner Chorherrenstifts an der
Thomaskirche zurück, ebenso die der Thomasschule als ältester Schule
in der Stadt. Früheste Nennung eines Bürgermeisters: 1213 wird Henricus Scultetus (Schultheiß) Bürgermeister. |
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Im Jahr 1216
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Die
Leipziger Pleißenburg wird befestigt
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| Die ursprüngliche Burg wurde seit 1216 durch den Markgraf von
Meißen Dietrich (1162-1221) als Zwingburg gegen die Leipziger Bürger
errichtet.
Sie hieß zunächst „das markgräfliche Schloss“, dann aber
nach ihrer Lage am Pleißen Mühlgraben Pleißenburg.
Das ursprüngliche Schloss war, bis auf einen südwestlich außerhalb
stehenden runden Turm, vollständig in die Stadtbefestigung
Leipzigs eingeschlossen.
Ein Aufstand der Leipziger Bürger gegen den markgräfischen
Stadtherren Dietrich von Meißen wird niedergeschlagen. |
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Im Jahr 1218
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Der Handel in
Leipzig blüht auf
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Älteste urkundliche Erwähnung Leipziger Kaufleute. Die ersten
namentlich bekannten Kaufleute sind Godefrid und Ripert. Sie fanden im Jahre 1218
im regionalen Silberhandel mit dem ebenfalls sächsischen Freiberg Erwähnung.
Einer der ersten urkundlich genannten Handwerker in Leipzig war 1254 ein
gewisser Heinrich der Kürschner. |
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Im Jahr 1237
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Der Aufbau der Stadt Leipzig schreitet voran!
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| Leipzig wird
ausgebaut:
Die Leipziger Kaufmannsgilde investiert kräftig in die Stadt Leipzig. Heinrich der
Erlauchte vergrößert die Stadt durch Anlegung des Brühls, der
Ritterstraße, der Nikolaistraße und eines Teils der Reichsstraße.
Auch Lombarden, reiche italienische Kaufleute lassen sich in der Stadt
nieder um Geschäfte zu machen. |
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Im Jahr 1268
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Der Handel in
Leipzig floriert kräftig mit Erlassung des Geleitschutz Privilegs
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| Markgraf Dietrich von Landsberg befreit die Bürger Leipzigs von der Gerichtsbarkeit seiner Vögte. Die Bürger unterstehen fortan nur noch einem
Schultheis und einem eigenen Stadtgericht. Der Markgraf stellt das Geleitschutzprivileg aus, was den Grundstein für den Beginn des Fernhandels legte.
Leipzig gilt als älteste Handels-Messe der Welt. |
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Im Jahr 1270
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Erste urkundliche Erwähnung von Ratsherren
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| Erstmalig wird ein Leipziger Ratskollegium (12 Ratsherren) bezeugt. 1287
consules, 1292 der erste Magister civium bzw. consulum (Bürgermeister). |
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Im Jahr 1273
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Leipzig erhält das Münzrecht
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Der Mark Graf von Meißen Dietrich zu Landsberg verkauft den Bürgern
zu Leipzig die bisherige markgräfliche Münze (Münzgasse). Die Leipziger
erhalten das "Vollkommene Münzrecht" für 30 Silber
Mark und können jetzt Ihre eigenen Münzen prägen und in Umlauf zu bringen. |
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Ab dem Jahr 1287
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Die städtische Selbstverwaltung wird ausgebaut.
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| Bild:
Altes Lipsk Stadtsiegel |
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| Ältestes überliefertes Auftreten des Rates als Aussteller von Urkunden.
Das älteste Leipziger Stadtsiegel von 1287 ist ein rundes Siegel des Rats, das eine befestigte Stadt mit Kirche, vier Türmen, Tor und die Umschrift „SIGILLVM BVRGENSIVM DE LIPZK“ zeigt. |
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| Bild:
Urkunde mit Stadtsiegel |
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Erster Nachweis des Leipziger Stadtsiegels und Urkunde aus dem Jahr 1287 mit angehängtem Siegel des Konvents und mit angehängtem Stadtsiegel. In der Urkunde gestattet der Rat der Stadt zu Leipzig dem Georgen-Nonnenkloster die Erbauung einer Mühle und die Anlegung
eines Mühlgrabens. Den bekannten
Leipziger Löwen brachte die Stadt Leipzig erst im 14. Jahrhundert auf ihrem Stadtsiegel an.
Im Jahr 1307 wird der Markgraf Diezmann in der Thomaskirche ermordet.
Die erste Erwähnung des Amtes eines Stadtschreibers ist im Jahr 1335 bekannt. |
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Im Jahr 1409
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Die
Universität Leipzig wird gegründet
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| Bild: Universitätssiegel |
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Im Jahre 1409 fand die Gründung der Universität Leipzig -
der „Alma mater
Lipsiensis“ statt. Vorausgegangen war der Auszug deutscher
Studenten und Professoren aus der Prager Karls-Universität,
nachdem dort das Stimmrecht zugunsten der tschechischen Magister
und Studenten geändert und ein tschechischer Rektor eingesetzt
worden war. Ein großer Teil der aus Prag Ausziehenden wandte
sich nach Leipzig und fand hier eine günstige Aufnahme. Die
Universität war in vier gleichberechtigte "Nationen"
gegliedert: die meißnische (die der Landeskinder), die sächsische,
die bayrische und die polnische. |
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Im Jahr 1415
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Gründung der Medizinischen
Fakultät an der Universität Leipzig
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| Damit ist die Leipziger Medizinische Fakultät nach Heidelberg die zweitälteste Deutschlands mit ununterbrochener Lehrtätigkeit. Damals wurde aus dem Collegium medicum mit neun Magistern die Fakultät mit eigenen Statuten und einem Dekan an der Spitze. |
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Im Jahr 1430
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Vertreibung der Juden
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Bild: Judenverordnung von 1430 |
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| Im Jahre 1430 ordnete Kurfürst
Friedrich der Sanftmütige die Vertreibung aller Juden aus
Sachsen und Thüringen an.
"Juden sollen nicht geduldet noch gehauset werden". In Leipzig dürfen sich Juden nur noch während der Messetage
aufhalten. Die jüdischen Messe-Kaufleute trugen wesentlich dazu bei, das Leipzig zu einem Handelszentrum des europaweiten Pelzhandels wurde.
Der Verlust des Geld- und
Handelsmonopols und das Innungsverbot für Juden drängte Sie ab
nun in den Pfand- und Hausierhandel. Später im Jahre 1554
verbot die sogenannte Bergordnung des Kurfürsten August den
Juden jegliches Wohnrecht in den sächsischen Berg Städten. Wer
Juden beherberge oder irgendeine Gemeinschaft mit ihnen halte,
wurde mit drastischen Strafen bedroht. |
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Im Jahr 1458
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Die 3. Messe
wird eröffnet - der Neujahrsmarkt
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Der Leipziger Neujahrsmarkt wird als dritte Messe im Jahr kurfürstlich
privilegiert. |
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Erster Leipziger Weihnachtsmarkt
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In Aufzeichnungen vom Leipziger Historiker Johann Jacob Vogel von 1714 findet sich der Vermerk: „Anno 1458. Hat Churfürst Friedrich Marggraff zu Meissen und Hertzog zu Sachsen den Weynachtsmarckt öffentlich ausgeschrieben und die Stadt wegen der geleisteten treuen Dienste so Ihme von dem Ratheund der Bürgerschafft erwiesen damit begnadiget.“
Damit ist der Leipziger Weihnachtsmarkt neben dem Münchener Christkindlmarkt (1310), Frankfurter Weihnachtsmarkt (1393), Dresdner Striezelmarkt (1434) und Halleschen Weihnachtsmarkt (1464) einer der ältesten Weihnachtsmärkte in Deutschland. |
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Im Jahr 1481
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In Leipzig wird
das erste Buch gedruckt
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Der Buchdruck war eine bahnbrechende Erfindung des 15. Jahrhunderts. Marcus Brandis, ein Wanderdrucker aus Delitzsch, druckt das erste Buch in
Leipzig. Hier erfahren sie mehr zur → Geschichte des
Buchdrucks in Leipzig. |
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Im Jahr 1483
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Anlegung einer Geheimkammer
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| Unter der Ratsstube wird zur Aufbewahrung von
Urkunden eine Geheimkammer gebaut, diese wird später Aerarium genannt |
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Im Jahr 1485
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Leipzig
wird Buchstadt
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Bild: Buchdruck von Kachelofen |
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| Der Verleger und
Buchhändler Konrad Kunz Kachelofen, auch "Contze
Holtzhusen" genannt, errichtet 1485 die erste Buchdruckerei
in Leipzig. K. K. Kachelofen druckte damals im
sogenannten Wiegendruck
gängige theologischen und philosophischen Schriften, auch so klassische Texte antiker Autoren
wie zum Beispiel Platon, Ovid und Seneca für den Leipziger Universitätsbetrieb.
Er unterhielt in Leipzig auch eine Wein- und Buchhandlung. Um 1500 stand im Mittelalter Leipzig bereits mit 11 Druckereien mit an der Spitze der deutschen frühen Druckorte. |
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Im Jahr 1485
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Aufteilung
Sachsens in der Leipziger Teilung
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Bild: Sachsen Landkarte nach der
Teilung |
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| Am 17. Juni 1485
fassten die Brüder Ernst und Albrecht III., Herzöge von
Sachsen und Erben der wettinischen Länder, den Beschluss, ihre
Albertiner und Ernestiner Ländereien zu teilen. Die sogenannte Leipziger
Teilung war strategisch der wohl schwerste politische Fehler
im Hause der Wettiner.
Durch diese Teilung versank Sachsen später in der politischen
Bedeutungslosigkeit und Brandenburg-Preußen konnte zur Großmacht
aufsteigen. Am 11. November 1485 wurde dann der historische Teilungsvertrag in Leipzig
unterzeichnet. Der Vertrag blieb bis in das Jahr 1918 gültig. |
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Im Jahr 1497
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Leipzig
wird Messestadt
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Kaiser Maximilan I. erteilt der Stadt das kaiserliche Messeprivileg. Leipzig wird
in der Folgezeit ein bedeutender Umschlagplatz für Pelze, Metalle, sächsisches Silber und Zinn sowie Seide und Edelsteine. Leipziger Händler übernehmen die Führung im Handel mit dem Königreich Polen. |
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Im Jahr 1498
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Das erste Leipziger Gewandhaus wird erbaut
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Bild: Erstes Gewandhaus Festsaal |
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Das erste Leipziger Gewandhaus wurde 1498 als zweiflügliges Gebäude an Gewandgäßchen und Universitätsstraße errichtet. Es wurde zunächst als Kaufhalle der Tuchmacher und zugleich als Zeughaus für stadteigene Waffen und Rüstungen genutzt.
Daher also der Name. Es ist jedoch nur die halbe Wahrheit, denn im Erdgeschoss des Flügels an der Universitätsstraße wurden bis 1828 die stadteigenen Waffen und Rüstungen aufbewahrt, so dass die Leipziger
es Zeughaus nannten. |
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Schützen-
und Schießfeste
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Beim Fürstenschießen wird erstmals in Leipzig öffentlich mit Feuerwaffen geschossen. Es ist zugleich das erste reichsweite Schützenfest in der Stadt und eines der bedeutendsten seiner Zeit. Weitere große Schießfeste mit Wettläufen, Donnenstechen, Tanz, Fechtwettkämpfen und Hahnensteigen finden 1551 und 1559 statt, 1559 auch mit Fischerstechen. |
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Im Jahr 1501
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Leipzig bekommt
ein Gewandhaus und eine Trinkwasserversorgung über Wasserkünste
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| Bild: Wasserkunst in Leipzig |
Bild: Goldener Brunnen |
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| Das alte Gewandhaus
wird als Angebots- und Handelszentrum für die Leipziger
Tuchhändler errichtet. Die Stadt hat schon über 8000
Einwohner. Die Bevölkerung im alten Leipzig deckt den Wasserbedarf zum
Großteil durch Schöpf-
&
Ziehbrunnen. Bekannt ist der goldene Brunnen. Der Leipziger Rat gibt die erste Wasserleitung in Auftrag.
Sie wurde von dem Röhrenmeister Andreas Gentzsch aus Kiefernstämmen erbaut und versorgte öffentliche Brunnen auf dem Brühl und dem Marktplatz, das Paulinerkloster und zahlreiche Bürgerhäuser mit dem Wasser des Marienbrunnens. Um das Wasser vom
Pleißenmühlgraben nutzen zu können wird eine Wasserkunst (Foto) errichtet.
Am Pleißemühlgraben werden von Wasserrädern angetriebene
Schöpfwerke zur Wasserversorgung erfolgreich eingesetzt. |
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Im Jahr 1507
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Die Leipziger
Messe ist größter Handelsplatz in Mitteleuropa
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Bild: Urkunde Messeprivileg |
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Leipzig bekam das kaiserliche Stapelprivileg von Kaiser Maximilian dem ersten
verliehen. Waren müssen zu erst in Leipzig zum Verkauf angeboten
werden. Im Umkreis von 15 Postmeilen, also etwa 115 Kilometern dürfen keine Messen mehr
abgehalten werden, auch die Zwischenlagerung von Gütern ist außerhalb
der Messestadt verboten. Leipzig ist zu dieser Zeit größter
deutscher Handelsplatz für den Güteraustausch zwischen West- und
Osteuropa.
Älteste Aufzeichnung einer Ratsordnung
Baubeginn der Peterskirche. |
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Im Jahr 1508
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Herzog Georg verleiht der Stadt die Gerichtsbarkeit
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Leipzig erhält aus der Hand des Landesherren Herzog Georg für alle
Zeiten die städtische Gerichtsbarkeit. Christoph von Scheurl wird zum
Assessor des herzoglich sächsischen Gerichts in Leipzig und Altenburg
ernannt |
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Im Jahr 1508
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Bau der
Nikolaischule
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Bild: Alte Nikolaischule |
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Die Nikolaischule wird als erste städtische Schule erbaut (Nikolaikirchhof). Am
6. Dezember 1512, dem Tag des heiligen Nikolaus, wurde die erste
weltliche Schule Leipzigs eingeweiht. Bis zum 19. Jahrhundert diente das Gebäude Schulzwecken.
Heute befindet sich in der Alten Nikolaischule der Sitz der Kulturstiftung Leipzig, ein
Gasthaus und das Antikenmuseum der Universität Leipzig. |
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Im Jahr 1514
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Päpstliche Bestätigung des Messeprivilegs durch Papst Leo X.
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Im Jahr 1519
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Der
Reformator Luther in Leipzig
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Bild: Martin Luther |
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Im Jahre 1519 führt der Theologe und Reformator Martin Luther
in Leipzig ein wissenschaftlich theologisches Streitgespräch.
Die Disputation erfolgte auf der Pleißenburg zu Leipzig zwischen
Dr. M. Luther (1483-1546) und den Theologen Prof. Dr. J. Mayer,
auch genannt Eck (1486-1543) und A. R. Bodenstein aus Karlstadt
(1486-1541).
Leipzig ist in diesen Jahren für das geistige und
wirtschaftliche Leben in Kursachsen von herausragender
Bedeutung. Martin Luther hielt sich im Leben nachweisbar
mindestens siebzehnmal in der Stadt Leipzig auf. In den Jahren 1522-1524 erschien in Wittenberg die Bibelübersetzung Luthers. |
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Im Jahr 1530
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Heinrich Stromer von Auerbach erbaut den Auerbachs Hof
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Bild: Auerbachs Hof |
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| Auerbachs Hof befand sich in der der Grimmaischen Straße in der Leipziger Altstadt, unweit vom Markt. Es war ein großer Gebäudekomplex mit 100 Messegewölben im Erdgeschoss, zahlreichen Zimmern und Sälen sowie älteren mehretagigen riesigen Weinkellern. Die Keller galten als die größten der Stadt und lange Zeit angeblich sogar ganz Deutschlands. Die Auerbachs Keller befinden sich noch heute in der Mädlerpassage und sind eine der traditionsreichsten Restaurants Deutschlands. Zur weltweiten Bekanntheit trug die Legende von Dr. Faustus Fassritt 1525 sowie die bekannte Szene in Johann Wolfgang von Goethes (1749–1832) Faust Drama bei. |
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Im Jahr 1539
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Einführung
der Reformation in Leipzig durch Luther
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| Auerbachs Hof befand sich in der der Grimmaischen Straße in der Leipziger Altstadt, unweit vom Markt. Es war ein großer Gebäudekomplex mit 100 Messegewölben im Erdgeschoss, zahlreichen Zimmern und Sälen sowie älteren mehretagigen riesigen Weinkellern. Die Keller galten als die größten der Stadt und lange Zeit angeblich sogar ganz Deutschlands. Die Auerbachs Keller befinden sich noch heute in der Mädlerpassage und sind eine der traditionsreichsten
Restaurants Deutschlands. Zur weltweiten Bekanntheit trug die Legende von Dr. Faustus Fassritt 1525 sowie die bekannte Szene in Johann Wolfgang von Goethes (1749–1832) Faust Drama bei. |
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Im Jahr 1542
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Der Botanische Garten wird in Leipzig gegründet
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Bild: Botanischer Garten
in Leipzig |
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| Der Botanische Garten diente schon damals seit seiner Gründung 1542 auf dem Gelände des früheren Klostergartens an der Nordseite der Paulinerkirche der
Universität Leipzig als Arzneimittelgarten sowie auch für die
allgemeinen botanischen Wissenschaften. Zu dieser Zeit im Mittelalter war die
Leipziger Universität in Sachsen eine wichtige
Bildungseinrichtung der Naturwissenschaften. Die Sammlung von Pflanzen und Kräutern war ein integraler Bestandteil der medizinischen Ausbildung und Forschung. Nach mehrfachen Verlegungen und Kriegszerstörungen wurde 1877 der Botanische Garten der Universität
an seinem jetzigen Standort südöstlich der Leipziger Altstadt zwischen der Johannisallee im Westen, der Linnéstraße im Osten und der Philipp-Rosenthal-Straße im Süden umgesiedelt. Er ist heute als ältester Botanischer Garten Deutschlands für Besucher zugänglich und gehört als Institution zur Erforschung der Flora zu den ältesten weltweit. |
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Im Jahr 1543
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Die
Universität bekommt das Paulinerkloster
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Die Universitätsbibliothek Leipzig wird gebildet
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Herzog Moritz von Sachsen verleiht dem Leipziger Rat das Kirchen- und Schulpatronat.
Er verkauft der Stadt das
Barfüßerkloster, das Thomaskloster und das Georgen Nonnenkloster. Die Universität erhält
den Grundbesitz und Gebäude vom Paulinerkloster geschenkt. In den Räumen
des sogenannten Paulinums führte der Universitätsrektor Caspar Borner
die Büchersammlungen der vier Leipziger Stadtklöstern und weiteren
aufgelösten Klöstern aus Sachsen und Thüringen zusammen. Damit begann
die Geschichte der Universitätsbibliothek "Bibliotheca
Albertina" |
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Im Jahr 1545
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Der Buchhandel
floriert
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Die ersten Buchhändler, wie Steiger und Boskopf, lassen sich in der Stadt Leipzig nieder.
In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurden nahezu 20 Prozent der deutschsprachigen Buchtitel nur in Leipzig gehandelt. |
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Im Jahr 1553
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Ausbau der Stadtbefestigung
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Bild: Kurfürst Moritz von Sachsen |
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Die Stadt Leipzig wurde 1547 im Schmalkaldischen Krieg belagert und beschossen,
die mittelalterliche Stadtbefestigung konnte neuerer Feuerwaffen Kriegstechnik
kaum standhalten. Im Jahr 1553 ließ Kurfürst Moritz von Sachsen die Leipziger Stadtbefestigung
deshalb gezielt verstärken und modernisieren. Neben der Verstärkung und Erhöhung der Stadtmauern sowie dem Ausbau von Gräben und Wällen wurden Bastionen für den Einsatz moderner Feuerwaffen und Kanonen errichtet. Bis 1551 wurde dabei die bis heute bekannte und erhaltene
Moritzbastei als Teil der neuen Festungsanlage in Leipzig fertiggestellt. |
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Bild:
Moritzbastei Leipzig |
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Der Übergang von mittelalterlicher zu frühneuzeitlicher Festungsarchitektur war
in Leipzig notwendig, da die wohlhabende Messe- und Handelsstadt militärischen Schutz vor den Nachwirkungen des
Schmalkaldischen Krieges (1546–1547) benötigte. Der reiche Messestandort war
immer auch ein strategisch wichtiges Ziel fremder Truppen bei Durchmärschen
in Mitteldeutschland. Im Rahmen der damaligen Reichskriege um 1551 bedrohten vor allem die Truppen des kriegerischen
Fürsten Markgraf Albrecht Alcibiades aus dem fränkischen Haus der Hohenzollern
die Region mit Plünderungen in Sachsen, Thüringen und Franken. Bereits
zuvor im Jahr 1543 erließ übrigens Herzog Moritz von Sachsen die „Neue
Landesordnung“, mit der die dauerhafte Grundlage für die weithin
bekannten Fürsten- und Landesschulen Schulpforta in Naumburg, St. Afra in Meißen und St. Augustin in Grimma geschaffen wurde. |
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Im Jahr 1555 bis 1556
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Das Alte
Rathaus wird erbaut
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Bild:
Leipzig Altes Rathaus am Markt |
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| Der Bau des Alten
Rathauses am Markt im Renaissance-Stil erfolgte durch die
Ratsmaurer und Steinmetzen Paul Speck und Paul Wiedemann nach den
Plänen des Leipziger Architekten, Ratsbaumeisters und Bürgermeisters
Hieronymus Lotter. Der Grundstein wurde am 11. Februar 1556
gelegt, und das Gebäude im Stil der Renaissance wurde in
Rekordzeit von nur neun Monaten am 5. August 1557 fertiggestellt.
Im Erdgeschoss wurden 40 Gewölbe als Läden für Kaufleute und Krämer
angelegt. Im Obergeschoss und im Dachgeschoss entstanden 28
Stuben, der Festsaal, die Ratsstube und die Schatzkammer.
1558 erhielt der Rathausturm eine Ratsglocke. 1672 wurden vor den
Gewölben im Erdgeschoss auf der Marktseite die Arkaden angebaut.
Den barocken Turm mit einer Höhe von 40 Metern erhielt das Alte
Rathaus bei seiner Umgestaltung durch den Baumeister Christian Döring
im Jahr 1744. Bis 1905 befand sich im Alten Rathaus der Sitz der
Leipziger Stadtverwaltung. Heute ist es eine der Standorte des Stadtgeschichtlichen Museums. |
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Im Jahr 1558 folgte der
Bau des Fürstenhauses in der Grimmaischen Straße. |
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Die Alte Waage wird neu errichtet
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Bild: Alte Waage am Markt
um 1925 |
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Im Jahr 1555 entstand an der Nordseite des Leipziger Marktplatzes ebenfalls unter der Leitung des Bau- und Bürgermeisters Hieronymus Lotter der Neubau der
Alten Waage als Ratswaage im Renaissancestil mit einem repräsentativen Staffelgiebel. Die Alte Waage am Markt wurde bereits 1478 erstmals urkundlich als Safranwaage erwähnt. Bauherr war der Rat der Stadt Leipzig. Die Alte Waage war ein bedeutendes Zentrum des mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Leipziger Messewesens. Sie diente der verpflichtenden
amtlichen Verwiegung von Waren, die auf den Leipziger Messen und Märkten gehandelt wurden, um Steuern und Zölle zu berechnen sowie Betrug zu verhindern. Über die Waage floss der Stadtkasse immer ein erheblicher Teil ihrer Einnahmen zu.
Im Jahr 1820 wurde die Stadtwaage in das neue Zollamt vor den Stadtmauern am nördlichen Hallischen Tor verlegt.
1917 zog das neu gegründete Leipziger Messeamt in den historischen Renaissancebau mit seinem eindrucksvoll verzierten Voluten-Schweifgiebel und der Sonnenuhr in der Katharinenstraße ein.
In der DDR war es Sitz des Leipziger Reisebüros. |
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Im Jahr 1595
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Die Buchdruckerinnung wird gegründet
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Die Leipziger Buchdrucker-Innung wird gegründet, die vierte nach Basel,
Straßburg, Augsburg, Wittenberg.
Ein Jahr zuvor gab 1594 Henning Große der Ältere den ersten Leipziger
Meßkatalog für Buchhändler heraus. Schon im Jahr 1632 überstieg die Zahl der in Leipzig vorgestellten Bücher erstmals die von der Buchhandelsstadt Frankfurt am Main. |
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Im Jahr 1604
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Leipzig bekommt ein Postamt
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Errichtung des ersten ordentlichen Postamtes in Leipzig. Die Gebäude für die Abfertigung von Brief- und Paketpost befanden sich zunächst in der Leipziger Altstadt: Zuerst als Leipziger Ratspost und von 1661 bis 1712 als kursächsisches Postamt in der Alten Waage am Markt, später von 1712 bis 1839 im Amtshaus an der Ecke Thomaskirchhof / Klostergasse gegenüber der Thomaskirche. |
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Im Jahr 1632
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Der
Schwedenkönig fällt in der Schlacht von Lützen bei Leipzig
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Während des Dreißigjährigen Krieges kommt es in Lützen zur
Entscheidungsschlacht zwischen den katholischen kaiserlichen Truppen Wallensteins und des
protestantischen Schwedenkönigs Gustav Adolf. Die alten Schweden siegten zwar,
doch Ihr König kam bei der siebenstündigen Schlacht
bei Lützen mit 80000 Mann auf dem Breitenfeld um. 1632 war ein entscheidendes Jahr für Leipzig, das sowohl die katastrophale Schlacht bei Lützen in der Nähe als auch eine eigene Belagerung, Eroberung und Besetzung durch kaiserliche Truppen Wallensteins unter General Holk erlebte, was die Stadt stark belastete. |
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Bild: Belagerung
der Stadt Leipzig 1632 |
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| Heute findet man vor den Toren
Leipzigs, im kleinen Städtchen Lützen, die im Jahre 1632
errichtete Gustav
Adolf Gedenkstätte. Das Areal mit dem Schwedenstein ist
im übrigen bis heute schwedisches Staatsgebiet. Selbst im dritten Reich
und in der DDR wurde das respektiert. Das schwedische Königspaar
hat diese Gedenkstätte mehrfach besucht. |
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Bild: König Gustav Adolf von Schweden |
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Im Jahr 1637
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Die Pest wütet
in Leipzig
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Nach Brandung und Mordung im Dreißigjährigen Krieg kommt die Pest. Es
gibt über 4.200 Tote in Leipzig. |
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Im Jahr 1637
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Die erste Tageszeitung der Welt erscheint in
Leipzig
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Die erste deutschsprachige und zugleich erste Tageszeitung der Welt
erscheint am 1. Januar 1660 unter dem Namen „Neu-einlaufende Nachricht
von Kriegs- und Welthändeln“ in Leipzig. Bereits 1650 hatte der
Herausgeber Timotheus Ritzsch die mehrmals wöchentlich erscheinende
„Einkommenden Zeitungen“ gegründet. Das Blatt heißt ab 1734
„Leipziger Zeitung“. |
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Im Jahr 1677
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Huldreich Groß stiftet die Leipziger Ratsbibliothek
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Bild: Alte Ratsbibliothek |
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| Der
Advokat
Huldreich Groß stiftet 1677 die Leipziger Ratsbibliothek - Vorgängerin der
heutigen Stadtbibliothek. Nachdem Huldreich Groß 1677 der Stadt
seine Sammlung von 4.000 Büchern schenkte und noch dazu sein
gesamtes Vermögen vererbte, war Leipzig 1683 bereit, eine
Bibliothek zu eröffnen, die für alle Studierenden und
Lernwilligen geöffnet sein sollte. Die Ratsbibliothek, auch
Bibliotheca Senatus Lipsiensis, war anfangs im Zeug- und
Gewandhauses in der Universitätsstraße beheimatet. 1832
erfolgte die Umbenennung der alten Ratsbibliothek "Bibliotheca
Senatus Lipsiensis" in die neue Leipziger Stadtbibliothek. |
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Im Jahr 1678
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Baubeginn
der Kaufmannsbörse (Alte Börse) am Naschmarkt.
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Bild: Alte Börse Leipzig |
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Die Alte Handelsbörse in Leipzig wurde von 1678 bis 1687 im Renaissance-Stil erbaut und war ein bedeutendes Zentrum des internationalen Handels, insbesondere während der Leipziger Messen.
Die von 30 Kaufleuten finanzierte Alte Handelsbörse in Leipzig
ist das ältestes Versammlungsgebäude der Leipziger
Kaufmannschaft und eines der ältesten Barockbauwerke der Stadt.
Fertiggestellt wurde die Handelsbörse im Jahre 1687. Heute ist das restaurierte Gebäude ein kulturelles Wahrzeichen,Veranstaltungsort und
ein exklusiver Trauraum
für Hochzeiten, das die historische Bedeutung der Stadt im Handel widerspiegelt. |
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Im Jahr 1681
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1. Pferderennen in
Leipzig
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Das erste Leipziger Pferderennen wird auf dem Rossplatz in Anwesenheit von Johann Georg
III Kurfürst von Sachsen veranstaltet. Der Förderer von
Wissenschaft und Kunst regierte das Land von 1680 bis 1691, was zu einer Blütezeit der Kultur in Sachsen führte.
Pferderennen am "Rossplatz" hatten in jener Zeit im 17. Jahrhundert einen hohen Stellenwert und waren eine Mischung aus Sport, Unterhaltung und gesellschaftlichem Ereignis. Diese populären Pferderennen zogen nicht nur das lokale Publikum
aus der Stadt an, sondern auch Menschen aus umliegenden Städten und
Dörfern, was die Region Leipzig als einen wichtigen gesellschaftlichen und kulturellen Treffpunkt
etablierte. |
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Im Jahr 1682
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1. Deutsche Gelehrtenzeitschrift aus Leipzig
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Otto Mencke, Professor der Politik und der Moral, gibt in
Leipzig die erste deutsche Gelehrtenzeitschrift heraus. („Acta
Eruditorium“). Im Jahr 1687 hält
Christian Thomasius das erste deutschsprachige Kolleg an der Universität. |
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Im Jahr 1693
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Eröffnung der ersten Oper in Leipzig
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Eröffnung des ersten Opernhauses am Brühl in Leipzig. Das barocke
Leipziger Opernhaus war nach Venedig und Hamburg die drittälteste bürgerliche
Musiktheaterbühne Europas. Die Barockoper
in Leipzig war die erste Oper im bürgerlichen Mitteldeutschland. Das erste Opernhaus Leipzigs stand bis 1729. |
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Im Jahr 1701
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Leipzig bekommt Licht
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Leipzig erwarb den Spitznamen "Kleines Paris", als die
fortschrittsbewusste Messestadt mit einer Straßenbeleuchtung
ausgestattet wurde und sich fortan mit der mondänen Seine-Metropole
vergleichen konnte. |
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| Das erste Leipziger
Adressbuch erscheint unter dem Namen „Das ietzlebende Leipzig“ |
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Fertigstellung des Romanushauses vom Baumeister Johann Gregor Fuchs im
Jahr 1704. |
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Im Jahr 1704
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König August der Starke
in Leipzig
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Der sächsische König August der Starke, der von 1694 bis 1733 in
Dresden regierte, plante im Jahr 1704 in der historischen in Leipziger Rosental Parkanlage ein Lustschloss
zu errichten. Bis heute kann man im weitläufigen Rosental sechs Sichtschneisen
sehen welche für das Schloss angelegt wurden. Die Leipziger
Stadtväter verhinderten jedoch letztendlich trickreich den Schlossbau.
Die barocken Anlage wurde später vom Ratsgärtner Siebeck zum Landschaftspark im englischen Stil
umgestaltet. So wurde bis heute große Teile des Rosentals als ursprünglicher Auenwaldbestand mit einer großen Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten erhalten. |
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Bild: Sachsenkönig August der Starke |
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Der berühmte Sachsenkönig reiste dreimal im Jahr zur Leipziger Messe, der Legende nach mit 400 Kutschen. Obwohl sich in Leipzig mit der Pleißenburg eine kurfürstliche Nebenresidenz befand, logierte August in Apels Haus am Markt,
dem Leipziger Königshaus. Ständige Geldnöte veranlassten Friedrich
August Kurfürst von Sachsen den Alchemisten Johann Friedrich Böttger zu
zwingen Gold zu erschaffen. Gold konnte Böttger nicht erzaubern, aber er zauberte einen anderen Schatz – das Weiße Porzellan Gold aus Meißen. 1710 ließ August das Meißner Porzellan erstmals auf der Leipziger Messe verkaufen.
Nachweislich übernachtete August der Starke bei seinen regelmäßigen Messeaufenthalten in Leipzig und der russische Zar Peter der Große
bereits im Jahre 1698 im Leipziger Königshaus.
In Leipzig soll König August der Starke eine Liaison mit Johann Elisabeth
Lehmann, der Wirtin des Kaffeehauses „Coffebaum“, gehabt haben aus der auch ein Kind entstand. |
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Im Jahr 1719
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Eröffnung
vom Leipziger Kaffeebaum
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Die bis heute bekannte Leipziger
Gaststätte „Kaffeebaum“ wird in der Kleinen Fleischergasse
gegründet. Das Haus "Zum Arabischen Coffe Baum" in Leipzig
ist somit eines der ältesten erhaltenen ältesten Kaffeehäuser der
Welt. Komponisten wie Liszt und Wagner trafen sich hier, aber auch
Sozialisten wie Bebel und Liebknecht. |
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Johann Sebastian Bach lebt in Leipzig
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Bild: Thomaskantor J.
S. Bach |
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Johann Sebastian Bach ist Thomaskantor und Stadtmusikdirektor in Leipzig.
Hier entstanden unter anderen die Johannespassion, die Matthäuspassion, das Weihnachtsoratorium, die H-Moll-Messe und die Kunst der Fuge. |
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Im Jahr 1743
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Geburtsstunde des "Großen Concerts", des Vorläufers der
heutigen Gewandhauskonzerte und des Leipziger Gewandhausorchesters. Es ist gleichsam ältestes deutsches bürgerliches
Konzertorchester. Die Kapelle wurde erste ihrer Art in Leipzig von einer aus Adligen und Bürgern bestehenden Gesellschaft getragen. Die von ihr veranstalteten „Großen Musicalischen Concerte“ fanden zuerst in Bürgerhäusern statt. Aufgrund des großen Zuspruchs wurde bald schon ein Saal im Gasthaus „Zu den drei Schwanen“ gespielt. Hier trafen sich über 30 Jahre lang diejenigen Leipziger Bürger, die den hohen Jahresbeitrag zahlen konnten.
Im Grunde genommen begann die Geschichte des Gewandhausorchesters bereits 1479. In diesem Jahr nahm der Leipziger Magistrat drei sogenannte Kunstpfeifer in städtische Dienste. Bis 1840 spielten diese Stadtmusiker. |
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Im Jahr 1747
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Barthels
Hof wird erbaut
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Der Barthels Hof wird als Messehof wurde 1747-50 von Georg
Werner für den Leipziger Kaufmann Gottlieb Barthel als Bank-
und Handelshaus errichtet. Barthels Hof ist heute der letzte
erhaltene barocke Durchgangshof Leipzig. Barthels Hof erstreckt sich vom Marktplatz bis zur Kleinen Fleischergasse und zählt heute zu den bedeutenden Sehenswürdigkeiten der Stadt. |
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Im Jahr 1754
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Musikverlage in
Leipzig
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Johann Immanuel Breitkopf gründet das Musikverlagswesen, setzt bewegliche Notenlettern + Notenstift ein. |
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Im Jahr 1756
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Das
Gohliser Schlösschen wird errichtet
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Bild: Gohliser Schlösschen |
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Nach zweijähriger Bauzeit wird das Gohliser-Schlößchen als ein
Höhepunkt der sächsischen Rokokobaukunst fertiggestellt. In
den Jahren 1755/56 ließ sich der Leipziger Ratsherr und
Ratsbaumeister Johann Caspar Richter im nordwestlich von Leipzig
gelegenen Dorf Gohlis ein Sommerpalais mit Orangerie erbauen.
Von 1780-1788 wurde das Schlösschen zum "Musenhof am
Rosental", zu dessen Gästen zählten 1785 Schiller und der
Körnersche Freundeskreis. Das Standesamt
Leipzig bietet heute im repräsentativen Barockgebäude
des Gohliser Schlösschens die Möglichkeit von Trauungen an.
Bei Brautpaaren aus der Region ist das Schloss im heutigen
Stadtteil Gohlis eine beliebte Hochzeitslokation
zum Heiraten und Feiern in der Stadt Leipzig. |
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Im Jahr 1756 bis 1763
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Leipzig im
Siebenjährigen Krieg
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Im Siebenjährigen Krieg
in Deutschland (1756 bis 1763) wird Leipzig von Preußen besetzt. Der
preußische König Friedrich der Große stellte Leipzig bei den
kriegerischen Auseinandersetzungen unter ihren Schutz, um von den
Geldeinnahmen der Stadt und ihrer Messe zu profitieren. Dafür mussten
die Leipziger mehrere Millionen Taler Kontributionszahlungen an Preußen leisten. In
der Zeit des nachfolgenden Friedens nahmen der Handel und die Messen in
Leipzig einen Aufschwung wie fast niemals vorher. Leipzig wurde
Umschlagplatz für englische Waren. |
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Im Jahr 1764
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Die Leipziger
Kunstakademie wird gegründet
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Gründung der Leipziger Kunstakademie unter Leitung von Adam Friedrich Oeser. |
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Im Jahr 1765 bis 1768
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Goethe
schreibt in Leipzig seinen Faust
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Bild: Johann Wolfgang Goethe |
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Johann Wolfgang Goethe studiert in Leipzig. Er hörte dort die Poetikvorlesung von Christian Fürchtegott Gellert und nahm an dessen Stilübungen teil. Auch nahm er Zeichenunterricht bei Adam Friedrich Oeser, dem Direktor der Leipziger Akademie. Auerbachs Keller und die dort beheimatete Sage von Fausts Fassritt 1525 beeindruckten ihn so sehr, dass er später Auerbachs Keller als einzigen konkret existierenden Ort in sein Drama Faust I aufnahm.
Ein Blutsturz zwang ihn, das Studium abzubrechen und am 28. August 1768 nach Frankfurt zurückzukehren. |
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Im Jahr 1765
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Leipzig wird zur Hauptstadt des deutschen Buchhandels
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Bild: Philipp Erasmus Reich |
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Bereits im Jahr 1632 übertrifft die Zahl der in der Messestadt
Leipzig vorgestellten Bücher die der Frankfurter Buchmesse.
Anfang des 18. Jahrhundert nahmen dann der Buchhandel und die Buchmesse
in Leipzig einen weiteren großen Aufschwung. In der
zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts hatten Buchhandel und
Buchmesse bereits eine solche Bedeutung, dass der führende
Verleger dieser Zeit, Philipp Erasmus Reich, Leipzig zur
"Hauptstadt des deutschen Buchhandels" erklärte.
Unter Leitung des Leipziger Verlegers Philipp Erasmus Reich
schließen sich 56 Verleger zur
"Buchhandlungsgesellschaft" zusammen, der ersten in
Deutschland. Die zunächst lose Vereinigung bekämpft den
Raubdruck und will den Tauschhandel durch Ware-Geld-Beziehungen
("Netto-Handel") ablösen. Außerdem kann Reich
durchsetzen, dass Interessenvertreter des Buchhandels in die
Bücherkommission aufgenommen werden. Die Leipziger
Buchhandelsgesellschaft wird als Vorstufe des ebenfalls später
in Leipzig gegründeten Börsenvereins der deutschen
Buchhändler betrachtet. Reich machte die Weidmannsche
Buchhandlung in Leipzig (in der Grimmaischen Straße/Ecke
Neumarkt gelegen) zu dem führenden deutschen Verlag der
Aufklärung. Hier wurde bereits zur Herbstmesse 1759 der
Leipziger Messkatalog „Catalogus Universalis“ gedruckt. |
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Im Jahr 1770
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Die Leipziger Stadtmauer wird zum Promenadenring
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Mit der Beseitigung der mittelalterlichen Stadtmauern und Tore in
Leipzig entstand der Promenadenring rund um die historische Altstadt. Der Abriss der Stadtbefestigung ermöglichte eine Erweiterung und Modernisierung der sich im Wachstum begriffenen Wirtschaftsmetropole, die sich als Zentrum von Kunst und Musik
in Mitteleuropa etablierte. In den neu geschaffenen Grünanlagen und Alleen wurden später die bekannten Denkmäler von Richard Wagner, Robert Schumann und Friedrich Schiller aufgestellt. |
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Im Jahr 1771
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Kaufleute handeln mit Amerika
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Bild: Handelschiffe bringen Waren aus den Kolonien |
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Fern vom Sächsischen Königshof und fürstlicher Bevormundung, seit 1497 ausgestattet mit kaiserlichen
Messeprivilegien und günstig an einer international bedeutsamen Straßenkreuzlage der Via Regia und Via Imperii Handelsstraßen gelegen, erwuchs aus dem mittelalterlichen städtischen Patriziat ab Mitte des 16. Jahrhunderts das Leipziger Handelsbürgertum als herausragende soziale Leipziger Oberschicht. |
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Zum Leipziger Handelsbürgertum der Reichsmessestadt Leipzig gehörten Handelskaufleute, Manufakturisten, Bankiers, Verleger und
vermögende Großgrundbesitzer. Sie beinflussten damals schon massiv die öffentlichen Meinung mit Hilfe der beliebten Zeitschriften und Druckerzeugnissen auf der Leipziger Buchmesse. Von 1771 gibt es erste Überlieferungen zum Handel mit Amerika. Hamburger Kaufleute erwerben in Leipzig Waren für die "Neue Welt".
In den folgenden Jahren wurden durch den kolonialen Welthandel auch auf den Leipziger Märkten Kolonialwaren aus Amerika, Arabien, Afrika und Indien, wie Kaffee, Tee,
Kakao, Tabak, seltene Pelze und Gewürze verkauft.
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Im Jahr 1780
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Errichtung des russischen Konsulats in Leipzig
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Auf Empfehlung von Zarin Katharina II wird in Leipzig ein russisches
Konsulat eingerichtet, der deutliche Ausdruck des Interesses Russlands
an der Leipziger Messe. Das russische Konsulats in Leipzig ist die älteste ausländische konsularische Vertretung in der Messe-, Handels- und Universitätsstadt Leipzig. Das Leipziger Verlagswesen und der prosperierende Buchhandel wirkten prägend auf das russische Geistesleben, auch durch die Vermittlung westeuropäischen aufklärerischen Gedankengutes. |
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Im Jahr 1785
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Friedrich Schiller weilt in Leipzig
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Bild: Friedrich Schiller |
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Im April 1785 reiste der deutsche Dichter, Philosoph, Historiker und Arzt Friedrich Schiller nach Leipzig zum Schriftsteller Christian Gottfried Körner, der ihm aus der wirtschaftlichen Notlage half. Er wohnte im heutigen "Schillerhaus" an der Menckestraße, das Quartier hatte ihm der Verleger Joachim Göschen vermittelt. Friedrich Schiller schrieb hier in Leipzig die Ode "An die Freude", die von Ludwig van Beethoven in seiner 9. Sinfonie vertont wurde. Weiterhin arbeitete er am "Don Carlos".
Schiller gilt heute als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker, Lyriker und Essayisten. |
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Parkanlagen werden im englischen Stil mit Schwanenteich und Schnekkenberg vollendet |
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Im Jahr 1781
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Erstes Konzert im neuerbauten Saal im Gewandhaus.
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Bild: Leipzig Gewandhaus 1781 |
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Erstes Konzert im neuerbauten Saal im Gewandhaus.
Im Auftrag der Stadt wurde ab 1780 ein Konzertsaal im zweiten Stockwerk des
1498 errichteten Hauses eingebaut. Auf der Südseite des quaderförmigen Saales befand sich das etwa 63m² große Orchesterpodium. Zusammen mit der Galerieebene sowie Stehplätzen bot der Saal bis zu 500 Zuhörern Platz. Das ursprüngliche Gewandhaus erlebte zahlreiche Uraufführungen bedeutender Werke der klassischen Musik, die heute zum Standardrepertoire des weltweiten Konzertbetriebs gehören. Einer der bedeutenden Kapellmeister des Gewandhausorchesters war Felix Mendelssohn-Bartholdy. |
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Im Jahr 1793
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In Leipzig werden Hausnummern eingeführt.
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Nach einer der Hauszählung begann in Leipzig die Einführung der Hausnummern. |
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Mehr zur Geschichte von Leipzig erfahren:
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