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Leipzig, 24.01.2016

Zehn Fragen und Antworten rund um das E-Bike

Das Fahrradfahren zählt nach wie vor zu den beliebtesten Freizeitsportarten der Deutschen. Doch nicht nur in der Freizeit, sondern auch im alltäglichen Leben entscheiden sich immer mehr Menschen gegen ein eigenes Auto und sind stattdessen per Zweirad unterwegs. Dass das manchmal jedoch mühsam sein kann, wissen viele Radfahrer nur zu genau. Daher werden die sogenannten E-Bikes immer beliebter. Diese speziellen Zweiräder unterstützen den Radfahrer durch einen elektrischen Antrieb während des Fahrens, sodass weniger Muskelkraft aufgebracht werden muss.

Während E-Bikes eine Zeit lang als Fortbewegungsmittel für ältere Menschen galten, entdecken heute immer mehr junge Leute die elektrischen Räder für sich. Richtig ausgewählt und behandelt können E-Bikes das Leben unter Umständen tatsächlich erleichtern. Damit das jedoch gelingt, sollten sich Interessierte zuvor ein wenig mit der Thematik beschäftigen und erst dann eine Entscheidung treffen. So ist es zunächst wichtig, die drei Arten des elektrischen Zweirades zu kennen, denn auch hier ergeben sich deutliche Unterschiede.

 

  1. Was ist ein E-Bike?

Es ist häufig zu sehen, dass alle elektrisch unterstützten Zweiräder als E-Bike bezeichnet werden. Dies ist jedoch, detailliert betrachtet, nicht richtig. So ist ein E-Bike ein Fahrrad, das auch dann fährt, wenn der Besitzer nicht in die Pedale tritt. Ein E-Bike kann dabei eine Geschwindigkeit von bis zu 45 km/h erreichen und ist darüber hinaus versicherungspflichtig. Ein E-Bike kann also nur mit einem gültigen Nummernschild verwendet werden und wird über einen drehbaren Griff am Lenker beschleunigt. Weitere rechtliche Bedingungen zum Fahren eines E-Bikes fasst der ADFC auf seiner Webseite zusammen.

 

  1. Was ist ein Pedelec?

Pedelec E.Bike
Für das Pedelec braucht es weder Versicherung noch Nummernschild. 
(Quelle: sipa (CC0-Lizenz) / pixabay.com)

Das Pedelec ist die bekannteste und am weitesten verbreitete Art des elektrischen Fahrrades. Hierbei handelt es sich um ein Fahrrad, dessen elektrischer Motor erst dann anspringt, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Zudem ist der Motor nur so lange aktiv, wie die Geschwindigkeit des Rades unter 25 km/h liegt.

 

  1. Was ist ein S-Pedelec?

Beim S-Pedelec handelt es sich um eine Weiterentwicklung des klassischen Pedelecs. Es unterscheidet sich jedoch insofern von seinem kleinen Bruder, als dass der Motor bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h aktiv bleibt. Daher werden die S-Pedelecs aus rechtlicher Sicht nicht als Fahrräder betrachtet, sondern als Kleinkrafträder. Somit sind auch sie, wie das E-Bike, versicherungspflichtig.

 

  1. Wie teuer ist ein elektrisches Rad?

Die Kosten für ein E-Bike variieren stark. Ein besonders wichtiger Faktor ist hier die gewählte Variante. So sind E-Bike und S-Pedelec teurer als das gewöhnliche Pedelec. Käufer, die sich ein sicheres und gutes Rad wünschen, sollten zudem nicht zu den günstigsten Modellen greifen. Diesen nämlich fehlt es oft an sicherheitsrelevanten Details. Es lohnt sich, bei der Suche nach einem nicht allzu teuren E-Bike auch das Internet zu nutzen. Die Online-Angebote für E-Bikes liegen nämlich preislich hierbei oftmals deutlich unter denen des stationären Handels. Dennoch müssen Interessierte mit einem Preis im vierstelligen Bereich rechnen. Gute Pedelecs finden sich dann ab etwa 2.000 Euro, während für E-Bikes und S-Pedelecs mit Preisen ab 3.500 Euro gerechnet werden sollte.

 

  1. Ist eine Naben- oder Kettenschaltung beim Pedelec besser?

Pedelecs gibt es sowohl mit Naben- als auch mit Kettenschaltung. Welche Variante sich am besten eignet, wird von den individuellen Bedürfnissen des Fahrers bestimmt. Wer gerne schnell und sportlich fährt, profitiert von den besseren Gangwechseln einer Kettenschaltung, da eine Nabenschaltung nur genutzt werden kann, wenn kurzfristig nicht in die Pedale getreten wird. Dafür jedoch sind Kettenschaltungen etwas aufwändiger in der Wartung und Pflege. Eine Nabenschaltung eignet sich vor allem für Fahrer, die es gerne gemütlich haben und die Sicherheit einer Rücktrittbremse zu schätzen wissen.

 

  1. Wie lange hält eine Akkuladung?

Pauschal kann die Frage nach der Haltbarkeit einer Akkuladung nicht beantwortet werden. Einige Faktoren wie das Fahrverhalten und die Beschaffenheit der Strecke wirken sich deutlich auf die Entladung des Akkus aus. Grundsätzlich jedoch können mit der Akkuladung eines Pedelecs mindestens 50 und höchstens 90 Kilometer gefahren werden.

 

  1. Welche Lebensdauer hat ein Akku?

Hersteller machen in der Regel Angaben zur Lebensdauer des verwendeten Akkus. Allgemein gehen Hersteller hierbei zumeist davon aus, dass ein Akku bis zu 1.000 Ladevorgänge hält. Dann verringert sich die Leistung deutlich, weswegen schon bald ein neuer Akku gekauft werden muss. Wie oft ein Akkuwechsel notwendig ist, wird auch von der Intensität und Häufigkeit der Nutzung bestimmt.

  1. Wie wird der Akku geladen?

E-Bike Akku
Das E-Bike kann an einer gewöhnlichen Steckdose aufgeladen werden. 
(Quelle: Hans (
CC0-Lizenz) / pixabay.com)

Der Akku eines elektrischen Zweirades kann in der Regel sehr einfach aufgeladen werden. So wird gemeinsam mit dem Rad ein Ladegerät geliefert, das an eine gewöhnliche Steckdose angeschlossen werden kann. Das Aufladen eines E-Bikes ist also nicht komplizierter als das Laden eines Handys. Bei manchen Rädern muss der Akku während des Ladevorgangs jedoch entnommen werden.

Wer den Akku seines E-Bikes oder Pedelecs unterwegs laden möchte, findet heute in zahlreichen Städten spezielle Ladestationen, an denen das möglich ist.

 

  1. Ist das Fahren auch bei Regen möglich?


Ein Pedelec oder E-Bike kann auch bei Regen problemlos genutzt werden. Die Hersteller achten darauf, dass alle sensiblen Bauteile sicher vor eindringender Feuchtigkeit geschützt sind. So kann auch spritzendes Wasser aus einer Pfütze dem Akku eines solchen Rades nicht schaden.

 

  1. Kann das E-Bike auch im Winter genutzt werden?

Pedelec E-Bike im Winter
Winterliche Temperaturen hält das E-Bike bis zu einer bestimmten Grenze aus. 
(Quelle: Hans (
CC0-Lizenz) / pixabay.com)

Grundsätzlich ist es kein Problem, ein E-Bike oder Pedelec auch im Winter zu nutzen. Bis zu einer Temperatur von -10 Grad Celsius funktioniert die Elektronik zuverlässig. Fallen die Temperaturen einmal unter die genannte Grenze, so kann es tatsächlich besser sein, das Rad stehen zu lassen. Bei der Verwendung im Winter sollten Besitzer bedenken, dass die Kälte für eine geringere Akkulaufzeit sorgen kann. Sinnvoll ist es auch, den Akku nach dem Fahren zu entnehmen und in der warmen Wohnung zu lagern.

 

 
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